Öztürk, Bülent : Pythia Therma / Yalova Termal Kaplıcaları. Antik ve Orta Çağlarda Bir Şifa Kült Merkezi
59,00 €
Dieses Produkt erscheint am 24. August 2026
"Öztürk, Bülent : Pythia Therma / Yalova Termal Kaplıcaları. Antik ve Orta Çağlarda Bir Şifa Kült Merkezi"
Bülent Öztürk,
Pythia Therma / Yalova Termal Kaplıcaları
Antik ve Orta Çağlarda Bir Şifa Kült Merkezi
[Pythia Therma – Yalova Thermal Springs: A Healing and Cult Center in the Ancient and Middle Ages]
Istanbul 2026
ISBN 978-605-396-686-9
172 S./pp., zahlr. Farb- und S/W-Abb./num. colour and b/w-figs., 23,5 x 16 cm; broschiert/softcover
Das Gebiet, das in der Antike und im Mittelalter als „Pythia Therma (Πύθια Θέρμα / Pythia-Heißwasserquellen – Thermalbäder)“ bezeichnet wurde, liegt im äußersten Westen der Region Bithynien. Dieses Thermalgebiet, das in antiken und mittelalterlichen schriftlichen Quellen unter den Namen „Pythia, Pythion, Pythia Therma, Therma in Pythion und Pylopythia“ erwähnt wird, zeugt dank der bis heute erhaltenen archäologischen Stätten, Bauwerke, Wasserleitungen und Opfersteine davon, dass es in der Antike ein Heil- und Kultzentrum beherbergte, das dem Halbgott und Helden Herakles, der „vor Krankheiten und Übeln schützt und Gebete erhört (Epekoos)“, sowie den Nymphen, den Nymphen der Wasserquellen, gewidmet war. Zudem lässt sich erkennen, dass der Ort aufgrund seines Namens und seines Kontextes mit dem Kult des Apollon Pythios und dem Orakelzentrum des Apollon von Delphi in Verbindung steht.
Pythia Therma behielt diese Funktion und Bedeutung auch im byzantinischen Mittelalter bei; in diesem Prozess, in dem sich die antiken heidnischen Glaubensvorstellungen zum Christentum wandelten, wurde die Herakles zugeschriebene Mission als Schutzheld dem gegen das Böse kämpfenden Erzengel (Heiligen) Michael; die drei Nymphen wurden hingegen durch die ihnen in theologischen Texten zugeschriebene Rolle als Heilerinnen zu den drei Märtyrerinnen-Schwestern umgedeutet. Pythia Therma, das durch die Besuche und/oder Baumaßnahmen der oströmischen/byzantinischen Kaiser Konstantin I., Justinian I. und Justin II. sowie ihrer Gemahlinnen, der Kaiserinnen Helena, Theodora und Sophia, wiederbelebt wurde und dessen Beliebtheit durch die dem Erzengel Michael gewidmeten Bäder und die Kirche zunahm, war auch Gegenstand der Gedichte einiger bedeutender Dichter jener Zeit.
In diesem Buch wird der Entwicklungsprozess von Pythia Therma als Heil- und Kultzentrum im antiken Zeitalter und im Mittelalter im Lichte philologischer, epigraphischer und teilweise archäologischer Daten beleuchtet. Darüber hinaus erstreckt sich die Studie im Zusammenhang mit Pythia Therma auch auf die literarische Produktion, die mythologischen Erzählungen und die religiösen Überzeugungen der damaligen Zeit; außerdem bietet sie anhand der hier gefundenen beschrifteten Grabsteine die Möglichkeit, Einblicke in das Leben einiger Familien zu gewinnen, die in der Umgebung lebten.
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