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Tausend Meilen auf dem Nil. Die Ägyptenreise der Amelia Edwards 1873/74

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Tausend Meilen auf dem Nil. Die Ägyptenreise der Amelia Edwards 1873/74

Select Edwards, Amelia B.
A - Phoibos Verlag
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Amelia B. Edwards,
Tausend Meilen auf dem Nil. Die Ägyptenreise der Amelia Edwards 1873/74


(deutsche Übersetzung: Gerald Höfer)

Wien 2009

ISBN 978-3-85161-010-9

448 S., zahlr. S/W-Abb. im Text, 24 x 17 cm; broschiert


Inhaltsverzeichnis

 

Der Reisebericht Tausend Meilen auf dem Nil steht in der Tradition der klassischen Bildungsreisen des 19. Jahrhunderts, zu denen nicht zuletzt auch eine Nilkreuzfahrt gehörte. Amelia B. Edwards, die Verfasserin des englischen Originalwerkes A Thousand Miles up the Nile, unternahm die geschilderte Nilreise, die sie mit ihrer Lebensgefährtin Lucy Renshaw selbst organisierte, in den Jahren 1873/74. Auf einem gemieteten Segelboot befahren die beiden Frauen, zusammen mit einer kleinen Gruppe europäischer Reisegefährten, den Nil bis hinunter in das Grenzgebiet zum Sudan.

Amelia B. Edwards erweist sich in ihren Schilderungen als ebenso präzise wie kritische Beobachterin der zeitgenössischen ägyptischen Gesellschaft sowie der Landesnatur. Daneben gilt das besondere Interesse der Verfasserin den Denkmälern des antiken Ägypten. Dabei werden ihre gute Allgemeinbildung sowie ihre gründliche Vorbereitung auf die Reise deutlich. So ist es offensichtlich, dass sie alle relevanten ägyptologischen Lehrwerke ihrer Zeit sowie diverse Klassiker wie Herodot gelesen hatte. Sie stellt die verschiedenen Lehrmeinungen vergleichend gegenüber und überprüft die Fakten vor Ort immer wieder selbst. Ergänzend hierzu führt sie sogar eigene Nachforschungen durch, in einem Fall sogar eine größere Ausgrabung. Auch kritisiert sie heftig die unwissenschaftliche Ausplünderung und Zerstörung der historischen Stätten Ägyptens durch europäische Glücksritter und deren einheimische Handlanger, ebenso das fehlende Interesse an Konservierungsmaßnahmen, wofür sie zahlreiche Beispiele liefert.

Die Verfasserin stellt das ägyptologische Wissen ihrer Zeit integrierend dar, womit die vorliegende Übersetzung auch ein Licht auf die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie wirft. Ein Punkt, der von besonderem historischen Interesse ist, ist die Schilderung von Land und Leuten sowie einiger altägyptischer Monumente im Bereich des alten Nubiens, also des Gebiets südlich von Assuan, das nach dem Bau des Assuan-Staudamms im Nassersee versank und heute so nicht mehr erlebt werden kann. Insgesamt bietet der Reisebericht eine gute Mischung aus nicht immer ungefährlichen Reiseabenteuern und der Vermittlung interessanter historischer Sachverhalte. Illustriert wird das Buch durch zahlreiche Schwarz-Weiß-Stiche, deren Vorlagen aus der Feder der zeichnerisch begabten Autorin selbst stammen.

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